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Geschichte der AWACS:
Etwa 1965 startete die USA ihr Programm mit dem Ziel, ein Radar zu entwickeln, das die Erdoberfläche von oben her überwachen und sogar noch in Erdnähe fliegende Jagdbomber orten konnte. Das Ergebnis war das Impuls-Doppler-Radargerät. Das auf zwei Stützen gelagerte Rotodom empfängt das Echo der zuvor ausgestrahlten Radarimpulse und registriert Abweichungen.
Die Radargeräte wurde nun im praktischen Einsatz getestet. Boeing wurde als Flugzeugtyp ausgewählt 2 Prototypen zu bauen. Zuerst wollte das US-Militär ein komplett neues Flugzeug bauen. Diese Idee wurde aber aus ökonomischen Gründen verworfen. Man wählte daher ein bewährtes Muster, die alte 4-strahlige Boeing 707. Der erste Prototyp startete 1972. Die Flugzeuge durchliefen seit dieser Zeit entsprechend dem technischen Fortschritt mehrer Schritte der Kampfwertsteigerung.
Die NATO erkannte Ende der sechziger die Notwendigkeit des kaufs eines Aufklärungssystems gegen heranfliegende Tiefflieger. Das NATO-Bündnis entschied sich deshalb 1978 für den Kauf und Betrieb einer Flotte von 18 Maschinen, bei dem sich die meisten EU-Staaten, mit Ausnahme Englands, beteiligten. Die Maschinen wurden von Boeing gebaut und anschließend zu Dornier in Oberpfaffenhofen überführt, wo die gesamte Elektronik eingebaut wurde. Die europäischen Flugzeuge erhielten eine verbesserte Radar-Version, die auch die Überwasser-Zielerfassung ermöglicht.
Derzeit werden die AWACS-Flugzeuge mit modernen Triebwerken ausgestattet. Die “alte” Boeing B 707-320 B, die als Grundmodel modifiziert wurde, wird im Projekt “Re-Engined” beim Testflugzeug “B 707 RE” mit neuen Triebwerken ausgestattet, um Kosten für neue Entwicklungen einzusparen.
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