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Siemens-Schuckert D III : Jagdflugzeug von 1918

Siemens-Schuckert D III

Technische Daten:   Deutschland, Erstflug 1918

Hersteller

Siemens Flugzeugwerke

Modell

Siemens Schuckert DIII

Einsatz

Deutsche Luftwaffe

Verwendung

1-sitziger Jäger

Besatzung

1

Abmesung:

.

Länge

6,7 m

Höhe

2,8 m

Spannweite

8,40 m

Gewicht:

.

Leergewicht

534 kg

Abfluggewicht

725 kg

Leistung:

.

Motor

Siemens Halske Sh III, Sternmotor

Motorleistung

160 Ps (Sh III) / 200 Ps (Sh IIIa)

Propeller

4-Blatt

Reichweite

360 km

Max. Geschwindigkeit

180 km/h

Steigzeit

1.000 m in 100 sek.

Gipfelhöhe

8000 m

Bewaffnung:

2 x 7,9 mm MG “Spandau”, starr

.

.

Beschreibung:

Die Siemens-Schuckert Werke begannen um die Jahrhundertwende mit dem Bau von Versuchsflugzeugen und Luftschiffen. Der erste Jäger von Siemens-Schuckert war der Doppeldecker D I in kleiner Auflage, aufbauend auf der französischen Nieuport 17.

1917 kam die Schwesterfirma von Siemens “Halske” mit dem bemerkenswerten Siemens-Halske “Sh III” Sternmotor heraus, den der Chefkonstrukteur Wolff in sog. D II unterschiedlicher Spannweite einbaute. Der Motor war vielversprechend, doch anfänglich noch nicht genügend entwickelt. Mit dem Prototypen D II bewies der neue Flugzeugbauer Siemens aber bereits seine Eigenständigkeit gegenüber dem französischen Grundmuster.

Ende 1917 erging ein Serienauftrag für diesen Doppeldecker als D III mit dem Umlaufmotor Sh.lll (160 Ps) von Siemens-Halske. Die Serienversion der D III erreichte damit hohe Geschwindigkeit, Steigfähigkeit und Wendigkeit. Wegen etlicher Motorausfälle wurde sie jedoch zurückgezogen und erhielt den verbesserten “Sh Illa” Motor und bessere Kühlung. Der grosse Durchmesser dieses Motors bestimmte den kreisrunden Querschnitt des kompakten Rumpfes, der sich zum grossen Höhen- und eckig aussehenden Seitenleitwerk hin rasch verjüngte. Nach Beseitigung der Anfangsmängel wurden die “D III” zu extrem schnell steigenden Abfangjägern, deren sonstige Leistungen allerdings mäßig waren.

Mit grösserer Spannweite wurde daraus später die D IV entwickelt, die mit rund 200 Ps schneller und steigfähiger war, jedoch schwer zu landen. Sie kam jedoch zu spät, um den Ausgang des Krieges noch zu beeinflussen. Von 280 bestellten Flugzeugen wurden weniger als 140 D IV fertigestellt und größtenteils nach August 1918 geliefert.l

Termine: Erstflug (D II) im Juni 1917; (D III) im Oktober 1917; (D IV) Anfang 1918, Truppenlieferung (D III) im Januar 1918, Endlieferung (D IV) im Sommer 1919.

Siemens-Schuckert D III

Beschreibung dieser ausgestellten Maschine:

Seit dem 18. Juli 2000 ist das Luftwaffenmuseum der Bundeswehr um ein Flugzeug aus dem Ersten Weltkrieg reicher.

Der Leiter des Internationalen Luftfahrt Museums in Villingen-Schwenningen, Manfred Pflum, fertigte in jahrelanger mühevoller Kleinarbeit einen 1 : 1 Nachbau des Jagdflugzeuges Siemens-Schuckert D III nach Originalplänen aus dem Ersten Weltkrieg an. Etwa 6.500 Arbeitsstunden sollen nach seinen Angaben aufgewendet worden sein. Er schleppte die Maschine mit einer Flugzeuganhänger 800 Kilometer über die Autobahn zum Luftwaffenmuseum.

Siemens-Schuckert D III

  

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