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Das Symbol der Frühzeit des deutschen Motorflugs war der Taube-Eindecker von Igo Etrich. Der Österreicher hatte sich für die Konstruktion der Tragflächen den Samen der Zanonia-Pflanze aus Südostasien zum Vorbild genommen. Die 1910 erstmals geflogene Taube erwies sich als sicher und flugstabil. Etrich ließ das Flugzeug in vielen Ländern patentieren. In Deutschland erteilte er Edmund Rumpler eine Lizenz für die Produktion.
Als der Patentschutz in Deutschland 1910 abgelehnt wurde, baute Rumpler das Flugzeug unter seinem eigenen Namen. Die Rumpler-Taube wurde zum Verdruss Etrichs weltweit bekannt. Mindestens 50 deutsche Konstrukteure versuchten am Erfolg Rumplers teilzuhaben und bauten zwischen 1910 und 1914 etwa 500 Tauben.
Die deutsche Fliegertruppe erachtete die Taube wegen ihrer gutmütigen Flugeigenschaften anfangs als ideales Aufklärungs- und Schulflugzeug. Sie war jedoch schwierig zu manövrieren und zu landen. Die Piloten kritisierten die große körperliche Anstrengung, die notwendig war, um eine Kurve zu fliegen. Mehrere schwere Unfälle im fahr 1913 brachten dem Flugzeucg den Namen 'Rumpler-Klapptaube ein. Belastungsproben zeigten, dass der Entwurf unterdimensioniert war. Nur die oben abgebildete Jeannin-Taube bestand die Prüfung aufgrund ihres stabilen Stahlrohrrumpfes.
Im März 1914 waren 42 Prozent der Flugzeuge bei der Fliegertruppe Tauben. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs flogen sie noch Aufklärungseinsätze, wurden bis Ende 1914 aber durch Doppeldecker mit besseren Flugeigenschaften ersetzt.
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