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den Besatzungen des US-Marinekorps wegen seines gutmütigen Flugverhaltens sehr beliebt.
Nächtliche Fliegerleitung: Ein Teil der “OV-1OA” wurden durch Einbau geeigneter Sensoren in der Version “OV-10D” für nächtliche Angriffe umgebaut. Neben leistungsfähigeren Turbinentriebwerken, zusätzlichen Flügellastträgern und einer verlängerten Bugnase erhielt die Maschine das NOS (Night Observation System) mit schwenkbarem Infrarotsensor und einen Laserzielbeleuchter, ferner einen Radarwarnempfänger und ein Täuschkörperausstoßgerät zur Abwehr feindlicher Raketenangriffe.
Exportmarkt: Die deutsche Bundeswehr beschaffte 18 Maschinen des Typs “OV-10B”, von denen 12 als “OV-1OB(Z)” zeitweilig ein zusätzliches Strahltriebwerk von General Electric mit 13,0 kN über dem Rumpf erhielten und als Schleppflugzeug eingesetzt wurden. Die wichtigsten Abnehmerländer: Bundesrepublik Deutschland, USA, Indonesien, Südkorea, Thailand, Venezuela u.a.
Die Geschichte in Deutschland: Sowohl die Bundeswehr als auch viele anderen Armeen bedienten sich Zielschlepp-Flugzeugen. Nach dem 2. Weltkrieg waren dies vor allem North American T-6, Spitfire oder Hawker Seafury, welche für die Bundeswehr durch den Deutschen Luftfahrt Beratungsdienst (DFB) betrieben wurden. In den späteren 60er wurde es jedoch nötig, das meistgenutze Flugzeug, die Seafury, durch ein modernes Flugzeug zu ersetzen. Die Bundesregierung entschied sich dabei für die OV-10 Bronco der Firma Rockwell. Das Flugzeug hatte aufgrund seiner Auslegung eine sehr gute Manövrierfähigkeit. Deutschland beschaffte 18 Maschinen. Alle Maschinen wurden in Deutschland ausschließlich als Zielschleppflugzeuge eingesetzt.
Die OV-10B, die für Deutschland produziert wurde, unterscheidet sich radikal von der Ursprungsversion OB-10A. Sie hatte keine Waffen, keine Sensoren, dafür allerdings eine Glaskuppel am Heck, durch die der Operator das Schleppziel beobachten kann. Der Operator sitzt entgegen der Flugrichtung im Laderaum des Flugzeuges. Der normale Sitz im Frachtraum wurde durch eine Seilwinde ersetzt. Von den 18 Maschinen wurden 6 Exemplare als normale OV-10B und 12 Maschinen als OV-10B[Z] ausgeliefert.
Bei der “Z-Version” wurde zusätzlich über dem Flügel eine General Electric J-85-GE-4 Turbine mit 2.950 lbs angebracht. Dieses Triebwerk erhöhte die Geschwindigkeit um ca. 150 km/h, halbierte die Startstrecke und verdreifachte die Steigrate. Allerdings verursachte das Triebwerk einige Probleme, so dass es nicht oft genutzt wurde. Ferner war es so "durstig", dass sich die Reichweite der Maschine erheblich verringerte und man das Triebwerk daher wieder entfernte.
Aufgrund ihrer langsamen Fluggeschwindigkeit wurde mit ihnen hauptsächlich das richten von verschiedenen Rohrwaffen geübt (Flak auf Schiffen, Küstenbatterien usw). Als 1990 auf andere Flugzeuge umgerüstet wurde, gingen alle Maschinen zuerst nach Manching, um dann in Museen und Ausbildungswerkstätten als Übungsobjekte für z. B. Flugplatzfeuerwehren oder als Übungsflugzeuge weitergenutzt zu werden.
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