- Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau -

Luftwaffenmuseum Gatow
- Militärhistorisches Museum der Bundeswehr -

 

Das größte Flugzeugmuseum in Deutschland

1) Jagdflugzeuge, Abfangjäger, Aufklärungsflugzeuge:

Lockheed F-104 G Starfighter: Der Starfighter war von 1962 an das wichtigste Kampfflugzeug in mehreren europäischen NATO-Staaten Fiat G-91 R3 Gina: Erdkampf- und Aufklärungsflugzeug von 1961 Alpha Jet, Dassault / Dornier: leichtes Kampfflugzeug und Schulflugzeug der BRD English Electric (BAC) Lightning F Mk.2A: Allwetter-Abfangjagdflugzeug von 1954 flog schon 2.044 km/h
Hier sehen Sie Flugzeuge der Bundeswehr und des Warschauer Paktes. Interressant ist die Verfolgung der technischen Entwicklung von 1948 an, bis in die 1980er Jahre. Flugzeuge mit Schwenkflügel und Senkrechtstarter sind ausgestellt. Vor einigen Flugzeugen kann man richtig Angst bekommen.
MiG-23 BN, Mikojan-Gurewitsch: Jagdbomber mit Schwenkflügel der UdSSR Suchoj SU-22 M4: Jagdbomber mit Schwenkflügel von 1977 (NATO-Code „Fitter-K“) MiG-15 BIS, Mikojan-Gurewitsch: Erster in Großserie gebauter Düsenjet der UdSSR Aero Let L-39 V Albatros: Schleppflugzeug und Trainingsflugzeug

 

2) Transportflugzeuge u. Technologieträger: Bomber, U-Bootjäger, Radarflugzeuge

Nord Aviation N 2501D Noratlas: Transportflugzeug mit Rumpfgondel und doppelten Leitwerksträgern Rockwell OV-10 Bronco: durch zwei Turboprops angetriebenes, leichtes Beobachtungs-, Angriffs- und Transportflugzeug mit Kurzstart- und Landeeigenschaften. Breguet 1150 Atlantic: Seefernaufklärer und U-Boot-Jagdflugzeug der deutschen Marine English Electric Canberra B.2: Das Flugzeug war der erster Düsenbomber Großbritanniens
Die Überschrift ist nicht besonders aussagekräftig, da hier auch kuriose Modelle zu sehen sind. Zum Beispiel ein experimenteller Senkrechtstarter, die Rockwell OV-10 “Bronco”, Radaraufklärer, Bomber und Transporter. Schauen Sie einfach mal rein.
Antonow AN-26 T: Transportflugzeug und Vermessungsflugzeug Antonow AN 2: Die “Tante Anna” ist der größte einmotorige Doppeldecker der Welt Iljuschin IL-28: der erste in großen Stückzahlen hergestellte Strahlbomber der Welt (NATO-Code: Beagle) HFB 320 Hansajet: Das erste Strahlflugzeug der BRD nach dem 2. Weltkrieg (hier: VIP-Transportflugzeug)

 

3) Hubschrauber: Transporthubschrauber, Kampfhubschrauber, SAR-Hubschrauber usw.

Mil Mi-24 D: einer der robustesten und waffenstärksten Kampfhubschrauber der Welt (“fliegender Panzer”) Boeing Vertol H-21 C: militärisch eingesetzter Hubschrauber mit Doppelrotorblätter Mil Mi-8 T: Mehrzwecktransporthubschrauber mit 2 Turbinentriebwerken und Heckladetor Bell UH-1 D “HUEY”: Der meistgebaute Drehflügler der westlichen Welt als SAR-Rettungshubschrauber

Mil Mi-4 A: Mehrzweckhubschrauber der ehemaligen UdSSR (NATO-Code = Hound) Bristol 171 Sycamore HR.52: Erster in England entworfener RettungshubschrauberLeider ist zu diesem Thema die Ausstellung noch nicht komplett. Derzeit werden nur wenige Helikopter der ehemaligen Sowjetunion und Bundeswehr gezeigt. Es bleibt zu hoffen, dass im Austausch mit anderen Museen noch andere Exponate hinzukommen und dass weitere Hallen zum Schutz der Objekte geöffnet werden

 

 

 

4) Historische Flugzeug: Messerschmitt, Fokker, Junkers, Bücker usw.

Bücker 181 Bestmann Messerschmitt Me 163 Komet Messerschmitt Bf 109 G-2 Junkers D-I :  Jagdflugzeug

Fokker D VII Fokker E-III :  JagdflugzeugAuf dieser Seite sehen Sie interessante Maschinen aus den Anfängen der Fliegerei, bis hin zu den ersten Versuchen mit düsengetriebenen Flugzeugen. Um die technische Entwicklung chronologisch aufzuzeigen, läßt es sich hier nicht vermeiden, Flugzeuge der NS-Zeit mit Originalbemalung einzubeziehen.

 

 

5) Flugabwehr, Ortungsgeräte und Raketen des Luftwaffenmuseums:

Nike Hercules - Lenkflugkörper Pershing 1A Rakete: Flugkörper der 60er Jahre Petschora S 125 M Lenkflugkörper ROLAND 2

 

6) Flugzeuge vom Technikmuseum Berlin: (war zu klein für eine eigene Seite)

Halberstadt CL.IV Arado Ar 96 B-1 Raab-Katzenstein RK 9 Grasmücke Jeannin Stahltaube

 

Die Geschichte des Luftwaffenmuseums:

Das heutige Luftwaffenmuseum entstand 1957 in Appen, nördlich Hamburgs, als eine Sammlung militärischer Exponate mit dem damals sehr hohen Ziel, dem Besucher einen Überblick über die Geschichte der deutschen Militärluftfahrt zu geben.

Diese immer umfangreicher werdende Sammlung wurde 1987 von der Bundeswehr als ihr “Luftwaffenmuseum” übernommen. Nach der Einheit Deutschlands kamen die Flugzeuge und Geräte der Luftstreitkräfte der Nationalen Volksarmee hinzu.

Danach konnte nicht übersehen werden, dass die Ausstellungsfläche auf die Dauer zu klein war, hinzu kam eine ungünstige Verkehrsanbindung. Deshalb ordnete der Bundesminister der Verteidigung 1994 den Umzug nach Berlin-Gatow an.

Seit dem 23. September 1995 präsentiert sich das Museum seinen Besuchern als ein “Museum im Aufbau”. In der Halle 3 erhält man einen ersten Einblick in die über hundertjährige Geschichte deutscher militärischer Luftfahrt. Beginnend mit der Rumpler Taube von 1910 spannt sich der Bogen über Doppeldecker des Ersten Weltkrieges, die bekannte Bf 109 des Zweiten Weltkrieges bis hin zu Strahlflugzeugen F-104 G “Starfighter” und MiG-21.

Von den über 160 Flugzeugen und Großgeräten können derzeit etwa 130 besichtigt werden. Die Ausstellung ist nichts statisches, sie verändert ständig ihr Aussehen. Neben den Flugzeugen werden auch auch Radargeräte und Raketen ihren Platz im Freigelände finden.

Das neue Heim des Luftwaffenmuseums hat eine lange Geschichte. 1935 - im Zuge der Wiederaufrüstung - wurden hier die Luftkriegsschule 2 und die Luftkriegsakademie als die wichtigsten neuen Ausbildungszentren der Luftwaffe in Berlin eröffnet.

Im Mai 1945 von der Roten Armee besetzt, zog den alliierten Vereinbarungen entsprechend im Juli 1945 die Royal Air Force auf dem Flugplatz ein, der den Namen RAF Gatow erhielt.

Während der Blockade West-Berlins 1948/49 lief die Versorgung der Westteile der Stadt neben Tempelhof und Tegel auch über Gatow. Besonders Massenbedarfsgüter wie Kohle und Salz wurden Tag und Nacht über Gatow an die Bevölkerung geliefert. Danach blieb Gatow der einzige Flugplatz der Royal Air Force “hinter dem eisernen Vorhang”.

neue Halle neue HalleNach fast fünfzig Jahren verabschiedete sich 1994 die Royal Air Force von Berlin und übergab Gatow an die Bundeswehr.

Zum 50 jährigen Bestehen der Luftwaffe wurde eine sehr schöne neue Halle für das Publikum freigegeben. Highlight ist m.E. die MiG-29, die seinerzeit von der ehem. DDR übernommen wurde.

 

Bilder vom Flugplatzfest 2012:
Wie schon im letzten Jahr wurde der stillgelegte Flugplatz Gatow wieder zum Leben erweckt. Historische Flugzeuge landeten mittels einer Sondergenehmigung und konnten vom Publikum besichtigt werden, - offenbar im Konsens mit den Anwohnern. Ich habe das Gefühl, ganz Kladow / Gatow unterstützt Events dieser Art.

Es gab viele Einzelveranstaltungen zu sehen, die die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zogen, ferner die Ausstellung der Modellbauer. Es war ein gelungenes Fest für ganze Familien. Alle hatten viel Spaß und es herrschte eine entspannte und friedliche Atmosphäre.

Fest 2012 - Musiker

Zlin Z-42 + 43

Dornier Do 28 Skyservant: Flugzeug der BRD mit Stummelflügel als Motorträger

Antonow AN-2: Die “Tante Anna” ist der größte einmotorige Doppeldecker der Welt

Lagerhalle des Luftwaffenmuseums

Heinkel He 111: Geschenk der spanischen Luftstreitkräfte an das Luftwaffenmuseum Gatow

Feuerwehr des Flugplatzes

Flugplatzfest 2012 - THW - Technisches Hilfswerk

Fest 2012 - Holzwerken

Piper PA-18 Super Cub: Die Maschine wird als Sport-, Schul- und Aufklärungsflugzeug seit 1946 genutzt

Pützer “Elster”: Ab 1955 wurde der Flugzeugbau in der BRD wieder erlaubt

Zlin Z-43:  4-sitzige Version der Zlin Z-42 - Kunstflug

Bücker 181 Bestmann (1939): 2-sitziges Schulflugzeug zur Grundschulung

Piper J3c - 65 “Super Cub”

Dornier Do 28 D-2 Skyservant: Flugzeug der BRD mit Stummelflügel als Motorträger

 

Postanschrift:

Luftwaffenmuseum der Bundeswehr 
General-Steinhoff-Kaserne
Kladower Damm 182
14089 Berlin

Tel.: 030 / 36 87 -  26 00 / 2601
Fax: 030 / 36 87 - 26 10
Email: LwMuseumBwEingang@Bundeswehr.Org
Internet: www.mhm-gatow.de/ihr-besuch
Museumsleiter: Herr Leonhardt
(Leiter des Fördervereins: Herr Bonstedt)

Eingang:  Ritterfelddamm / Am Flugplatz Gatow

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr. (Letzter Einlass um 17:00 Uhr). Montags geschlossen.

Rollrampen und Behindertentoiletten, sowie kostenlose Parkplätze sind vorhanden. Das Radfahren und Scaten auf dem Freigelände ist gestattet. Hunde sind auf dem Freigelände ebenfalls gestattet (Leinenzwang. Der Eintritt ist frei.

Jahresprogramm 2013:

  • 15. + 16. Juni 2013: Modellflugtage
  • 07. + 08. September 2013: Flugplatzfest / Tag der offenen Tür

 

Alle Fotos und z.T. Daten wurden mit freundlicher Unterstützung des Luftwaffenmuseums gefertigt.

 

 

 


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