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Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow (Berlin-Spandau)

Airco D.H. 9: 1-motoriger, 2-sitziger Doppeldecker von 1917 (ab 1920 de Havilland)

Airco D.H.9 - ab 1920 de Havilland

Technische Daten:

Länge

9,27 m

Höhe

3,44 m

Flügelspannweite

12,92 m

Tragflügelfläche

40,32 m²

Antrieb

1 x Siddeley Puma

Art

Reihenmotor

Leistung

234 PS

Höchstgeschwindigkeit

178 km/h

Steigzeit auf ca. 1980 m Höhe

10 Min. 20 Sek.

Dienstgipfelhöhe

4725 m

Reichweite vollgetankt

ca. 700 km

Leergewicht

1012 kg

max. Startgewicht

1508 kg

Besatzung

2 Mann (1 Pilot/1 Bombenschütze)

Bewaffnung

1 starres, nach vor feuerndes

.

7,7 mm Vickers-MG,

.

ein bis zwei 7,7 mm-Lewis-MGs

.

auf Drehkranz,

.

209 kg Bombenlast

.

.

Airco D.H.9 - ab 1920 de Havilland

Beschreibung:

Die Airco D.H.9 war ein 1-motoriger, 2-sitziger Doppeldecker der britischen Firma Airco. Das Flugzeug war das Nachfolgemodell des bisherigen britischen Standard-Tagbombers im Ersten Weltkrieg, der Airco D.H.4, und baute konstruktionsmäßig unmittelbar auf dieser auf, um die bei Airco aufgebauten Fertigungsstraßen ohne große Umbauten weiter verwenden zu können. So wurden beim Prototypen der D.H.9 die Tragflächen, das Leitwerk und das Fahrgestell der D.H.4 verwendet, jedoch eine neue, aerodynamisch günstigere Rumpfzelle entwickelt.

Den größten Kritikpunkt der Besatzungen an der D.H.4, der auf Grund der großen Abstände der Cockpits des Piloten und des Beobachters schlechten Kommunikation, begegnete man bei der D.H.9 damit, dass man das Pilotencockpit nach hinten - an die Hinterkante des unteren Flügels - verlegte. Angetrieben wurde der Prototyp mit einem B.H.P.-Motor der Firma Galloway Engineering Co. mit einer Leistung von 23 PS. Nach den Flugtests, die im Juli 1917 begonnen worden waren, war man bei Airco äußerst zufrieden mit diesem Muster, so dass man die Produktion sowohl bei Airco als auch bei deren Subunternehmen von der D.H.4 auf die D.H.9 umstellte.

Nachdem einige Maschinen mit dem von Siddeley gefertigten B.H.P.-Motor ausgestattet worden waren, wurde später bei den meisten D.H.9 die aus diesem Motor abgeleitete Version, der Siddeley Puma, eingebaut. Da das B.H.P.-Triebwerk jedoch nie seine Leistung erreichte, musste statt der vorgesehenen 305 PS ein Triebwerk von 234 PS verwendet werden, so dass die D.H.9 letztendlich schwächere Flugleistungen bot als das Vorgängermodell D.H.4. Trotzdem hielt man an der Produktion der D.H.9 fest.

Insgesamt wurden etwa 3.200 Stück gefertigt und in den Kriegseinsatz geschickt, wo das Muster an der französischen Westfront hohe Verluste hinnehmen musste und daher die D.H.4 nie ersetzen konnte.

Nach der Insolvenz von Airco im Jahre 1920 wurde ein Teil der Betriebsstätten von der Firma des ehemaligen Chefkonstrukteurs von Airco, Geoffrey De Havilland, der de Havilland Aircraft Company übernommen. So wurden die Airco D.H.9 und deren Varianten von de Havilland weiter produziert und gewartet. Folglich führten die folgenden Varianten “De Havilland D.H. 9” nicht mehr den Namen Airco.

Airco D.H.9 - ab 1920 de Havilland

 

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