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Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow (Berlin-Spandau)

De Havilland D.H. 112 Sea Venom (FAW21): Allwetter-Kampfjet der britischen Marine

De Havilland Sea Venom

Technische Daten: D.H. 112 Venom

D.H. 112 Venom D.H. 100 Vampire D.H. 110 Sea Vixen

Bauart

Strahltriebwerk

Typ

DeHavilland Ghost 48 Mk I

Leistung (max.)

2.220 kp

Höchstgeschwindigkeit

920 km/h

Anfangssteigleistung

22 m/s

Gipfelhöhe

12.000 m

Flächenbelastung

275 kg/q²

Reichweite

700 km

Flugdauer

1 h

Länge

9,78 m

Höhe

1,88 m

Spannweite

12,72 m

Flügelfläche

25,9 m²

Max. Startgewicht

7.100 kg

Max. Zuladung

3.100 kg

Leergewicht

4.000 kg

Beschreibung:

Der 1-sitzige Jagdbomber De Havilland DH-112 “Venom” wurde aus der “DH-100 Vampire” weiterentwickelt. Dank eines schubstärkeren Strahltriebwerkes der Ghost-Reihe konnten bessere Flugleistungen erzielt werden. Der erste Prototyp startete 1949 zu seinem Jungfernflug. Die ab 1952 von der britischen RAF in Dienst gestellte Venom dienten primär als Jagdbomber und 2-sitzige Nachtjägervariante. Sie war in der Normalversion mit abwerfbaren Behältern an den Flügelspitzen und einem völlig neuen Tragwerk ausgerüstet.

Äusserlich nahezu identisch mit der Vampire, ist die D.H.112 Venom jedoch etwas grösser, schwerer und schneller als ihre Vorgängerin und erreicht mit rund 2200 kp Schub um die 920 km/h. Das Flugzeug verfügt über eine für die damalige Zeit ausgereifte Aerodynamik, gute Unterschall-Flugleistungen und galt als recht wendig.

Die hier gezeigte Variante hatte zur Raumeinsparung Klappflügel, war also auch zur Nutzung auf Flugzeugträgern vorgesehen. Die Flugzeuge wurden als Jäger und Erdkämpfer eingesetzt. Bei der britischen Marine wurde sie von 1954 bis1960 verwendet.

Die Maschine wurde unter anderem von den Luftstreitkräften Frankreichs, Neuseelands, Iraks, Schwedens, der Schweiz und Venezuela eingesetzt. Die Schweizer schlossen mit den britischen Behörden einen Vertrag, um neben der Vampire auch die Venom in Lizenz zu bauen, die mit einem Ghost 103 als Antrieb flog. Die letzten Venom waren bis 1990 bei der schweizerischen Flugwaffe im Einsatz.. Vereinzelt werden Flugzeuge dieses Typs noch bei Flugschauen verwendet.

Neben der “Sea Venom” mit Klappflügeln, die auf Flugzeugträgern landen konnte und dem Grundmodell D.H. 100 Vampire, gab es noch die De Havilland D.H.110 Sea Vixen, ebenfalls mit Klappflugeln. Letztere war ein 2-strahliger Allwetter-Marinejäger der Royal Air Force und der FAA (Fleet Air Army) aus dem Jahre 1951.

 

 

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