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Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow (Berlin-Spandau)

De Havilland D.H. 110 Sea Vixen: 2-strahliger Allwetter-Marinejäger in den 50er + 60er

Sea Vixen

Technische Daten:

01-Button-Duxford 2Button3 D.H. 100 Vampire
(ILA 2004)

Besatzung

2

Antrieb

2 x Rolls-Royce Avon 208

Schub

5.000 kg

Max. Geschwindigkeit

1.110 km/h

Dienstgipfelhöhe

14.630 m

Reichweite

1.000 km

Spannweite

15,24 m

Länge

16,94 m

Höhe

3,28 m

Max. Gewicht

18.800 kg

Bewaffnung

.

Flugabwehr

4 x Fairey Firestreak

Raketenwerfer

2 x Microcell 51mm

Bomben

4x 230 kg

De Havilland D.H. 110 Sea Vixen

Beschreibung:

Die Admiralität Englands wünschte sich einen Ersatz für die veralteten De Havilland Sea Venom. Die Royal Air Force entschied sich allerdings zunächst für die billigere Gloster Javelin. De Havilland konnte die Sea Vixen daher erst Ende der 50er Jahre an die Royal Navy verkaufen.

Die De Havilland D.H.110 Sea Vixen war ein 2-strahliger Allwetter-Marinejäger der Royal Air Force und der FAA (Fleet Air Army) aus dem Jahre 1951 mit Doppelrumpf. Sie war das erste Pfeilflügelflugzeug dessen Flügel man einklappen konnte, ebenso das erste Flugzeug, das mit Flugkörpern, Raketen und Bomben gleichzeitig bestückt werden konnte.

Die Sea Vixen nahm nie direkt an Kriegshandlungen teil, allerdings unterstützte sie indirekt englische Verbände in einigen Krisenherden. Schon 1961 bedrohte der Irak das kleine Emirat Kuwait, dabei flogen Sea Vixen auf Wunsch des Emirats Patrouillen in der Region. 1964 kam es zu einer Revolte in Tanganjika. Sea Vixen unterstützten britische Eingreiftruppen vom Flugzeugträger HMS Centaur aus.

Hauptsächliche Einsätze waren die Überwachung der Ölrouten im persischen Golf und sowie Schutz britischer Interessen in seinen alten Kolonien.

De Havilland D.H. 110 Sea Vixen

Entstehungsgeschichte:

Der Prototyp hatte am 26. September 1951 seinen Erstflug. Allerdings kam es am 6. September 1952 zu einem schweren Flugunglück bei der internationalen Airshow in Farnborough. Eine Sea Vixen stürzte in die Zuschauermenge, dabei starben inklusive der beiden Piloten insgesamt 31 Menschen. Ein weiterer Prototyp wurde daraufhin technisch überarbeitet. Zusätzlich gab es 1955 eine Version, deren Tragflächen nicht eingeklappt werden konnten. 1956 landete die erste Sea Vixen auf dem Flugzeugträger. 1957 flog dann der erste Allwetterjäger die Sea Vixen FAW.20. Ab 1958 begann die Produktion von über hundert Flugzeugen des Typs FAW.1 für die Marine.

Die FAW.2 war der Nachfolger der FAW.1 mit vielen Verbesserungen, wie Hawker Siddley Luftluft-Flugkörpern, Zusatztanks, bessere Notausstiegssysteme und Elektronik. Die erste FAW.2 flog 1962. Ab 1964 wurden 29 Maschinen in Dienst gestellt, dazu noch 16 alte FAW.1 auf die FAW.2-Variante umgebaut.

Die FAW.1 wurde 1966 aus dem Dienst genommen. 1972 endete die Dienstzeit der FAW.2. Sie wurde durch die McDonnell Douglas Phantom der USA ersetzt.

Heute gibt es nur noch eine flugfähige Sea Vixen, die für Red Bull auf Flugschauen Werbung macht (siehe oben).

De Havilland Sea Vixen FAW2
De Havilland Sea Vixen FAW2
De Havilland Sea Vixen FAW2

 

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