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H o m e p a g e  v o n  W o l f g a n g  B r e d o w  (Berlin-Spandau)

Grumman F8F Bearcat: trägergestütztes einsitziges US-Jagdflugzeug von 1944

Grumman F8F Bearcat

Technische Daten:  Grumman F8F-1 Bearcat

Hersteller

Grumman Aircraft

Typ

einsitziger Jäger

Länge

8,61 m

Flügelspannweite

10,92 m

Flügelfläche

22,67 m²

Höhe

4,22 m

Antrieb

1 x Pratt & Whitney

Typ

R-2800-34W Double Wasp

Art

Doppelsternmotor

Zylinder

18

Leistung

2.100 Ps

Höchstgeschwindigkeit

677 km/h in 6.000 m Höhe

Reichweite

1.778 km

Besatzung

1 Mann

Dienstgipfelhöhe

11.795 m

Leergewicht

3.207 kg

Fluggewicht

5.873 kg

Bewaffnung

vier 12,7-mm-MGs,

.

vier 127-mm-Raketen oder

.

zwei 454 kg Bomben

Beschreibung:

Die Grumman F8F “Bearcat” war ein von Grumman gebauter trägergestützter Jagdeinsitzer in Ganzmetallbauweise. Die Produktion dieser Serie begann erst gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, weshalb es zu keinem Kriegseinsatz mehr kam.

Die Bearcat wurde wie die Grumman F6F Hellcat mit einem Pratt & Whitney R-2800 Double Wasp Motor ausgestattet. Allerding war sie aufgrund der Bauweise etwa 10% schneller. Die Reichweite betrug ca. 1780 km, die Steigrate ca. 24 m/s.

Der erste von beiden Prototypen hatte mit einem R-2800-22W Motor seinen Erstflug am 21. August 1944. Schon der Prototyp schaffte eine Höchstgeschwindigkeit von 682 km/h. Die Bearcat wurde zunächst mit vier Maschinengewehren vom Kaliber 12,7 mm in den Flügeln ausgestattet. Unter den Tragflächen konnte sie zwei 454 kg Bomben, vier 12,7 cm Raketen oder zwei Zusatztreibstofftanks tragen.

Die Verwendung bei der US Navy war ziemlich kurz, aber einige Maschinen wurden an die französische “Armée de l'air” sowie an die “Royal Thai Air Force” verkauft. Die Bearcat wurde im Indochinakrieg, der zwischen Frankreich und den kommunistischen “Viet Minh” geführt wurde, eingesetzt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfreute sich die Bearcat als Rennflugzeug großer Beliebtheit. Der bekannteste Vertreter ist die seit Jahren erfolgreich eingesetzte Modifikation einer F8F-2 Namens “Rare Bear”. Noch heute wird der Geschwindigkeitsrekord für kolbengetriebene Flugzeuge auf einem 3-km-Kurs mit beschränkter Flughöhe (Federation Aeronautique Internationale Klasse C-1 Gruppe 1) von einer modifizierten F8F Bearcat mit 850 km/h gehalten.

Grumman F8F Bearcat

Geschichtliche Entwicklung:

Am 27. November 1943 bekam die Grumman Corporation von der US Navy den Auftrag das G-58 Projekt in den Prototypenstatus zu bringen. Die US Navy orderte zwei Prototypen, denen man die Kennung XF8F-1 gab.

Am 6. Oktober 1944 bekam Grumman von der US Navy dann den Auftrag zur Produktion von rund 2.020 Stück F8F-1. Ein paar Monate später bekam 1945 “Eastern Aircraft” (heute “General Motors”) den Auftrag weitere 1875 Maschinen unter der Kennung F8FM-1 herzustellen. Grumman startete die Auslieferung im Februar 1945. Die Bearcats wurdem dem US Navy Squadron VF-19 zugeteilt, welches im Mai des Jahres 1945 aufgestellt wurde.

Der zweite Weltkrieg endete ohne einen Kampfeinsatz der F8F. Die Navy reduzierte ihre Bestellung daher auf 770 Maschinen, orderte aber zugleich 126 Maschinen des Typs F8F-1B. Diese waren mit vier 20-mm-Kanonen ausgestattet. Von der Originalbestellung wurden 15 Maschinen mit dem APS-6 Radar zu F8F-1N Nachtjägern umgebaut.

Die F8F-2 unterschied sich von der F8F-1 durch einen stärkeren 2250-PS-Motor und dem standardmäßigen Einbau der 20-mm-Kanonen, sowie einem vergrößerten Seitenleitwerk. Auch hier gab es wieder einige Umbauten in Nachtjäger F8F-2N (ca. 15 Stück) und der oben abgebildete Fotoaufklärer F8F-2P (ca. 60 Stück).

Die Navy musterte weiterhin alte Maschinen aus und ersetzten diese durch diese Bearcats. 1948 diente die F8F in 24 Einheiten.

Die Produktion endete im Mai 1949. Zu dieser Zeit flogen 12 Navy-Staffeln die F8F-1 und weitere 12 die F8F-2. Zum Ende des Jahres 1952 wurde die F8F bei der US Navy außer Dienst gestellt. Insgesamt wurden ca. 1.265 Maschinen aller Varianten gebaut.

 

  

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