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H o m e p a g e  v o n  W o l f g a n g  B r e d o w  (Berlin-Spandau)

McDonnell Douglas F-4J Phantom II: 2-sitziges Überschall-Jagdflugzeug von 1962

McDonnell Douglas F-4J Phantom II
Cockpit Flugansicht RF-4E Phantom
Aufklärer-Version andere Phantom
(Luftwaffenmuseum) andere Phantom
(Schönefeld 01) mit US-Lackierung
(Speyer 2005)

Technische Daten: betr. nicht diese Maschine ! Quelle: Luftwaffe (Erstflug dieses Typs: 1958)

Hersteller: McDonnell Douglas - Nutzung: Jagdbomber, Jagdflugzueg - Besatzung: 2 - Antrieb: 2 x General Electric J79b-17A - Schub mit Nachbrenner : 17.900 kp insg. - Schub ohne Nachbrenner: 11.800 kp - Leergewicht: 14,6 t - Abfluggewicht: 26,03 t - Kraftstoffvorrat: 9.440 Kg max. - Geschwindigkeit: > Mach 2 - Startgeschwindigkeit: 300 Km/h - Landegeschwindigkeit: 270 Km/h - Reichweite mit Zusatztanks: 2.200 Km Steigleistung von 0 m auf 9.000 m: 90 sek. - Startstrecke: 900 m - Landerollstrecke: 900 m - Spannweite: 11,78 m - Länge: 19,18 m - Höhe: 5,01 m - G-Belastung: +9 / -3 - Stückzahl: ca. 5.070 insg., davon deutsche Luftwaffe: 175 - Bewaffnung: 20mm-Gatling-Kanone mit 639 Schuß, 9 Außenstationen -

Allgemeine Beschreibung:  Jagdbomber, Jagdflugzeug

Nach dem Starfighter ist die Phantom das zweite “richtige” Kampfflugzeug der Bundeswehr, dass von den USA gekauft wurde. Der Erstflug war im Mai 1958. Danach folgten der Tornado und jetzt der Eurofighter, beides Eigenentwicklungen der Europäer.

Markant sind die nach oben abgewinkelten Flügelspitzen und die nach unten zeigenden Höhenruder. Die Bestückung erfolgt je nach Einsatzaufgabe. Die Phantom gilt zwischenzeitlich als veraltet und wird in wenigen Jahren ausgesondert.

Die F-4F Phantom II wurde ab 1974 mit 175 Stück als sogenanntes "Ergänzungsflugzeug" zum Ersatz der F 104 G bei den vier Jagdgeschwadem der Luftwaffe eingeführt. Sie basierte auf der Baureihe F-4E. Die F-4F verlor gegenüber der F-4E die Fähigkeit zum Einsatz radargelenkter Luft-Luft Flugkörper SPARROW, erhielt aber zur Verbesserung ihrer Manövrierfähigkeit bewegliche Vorflügel, die sogenannten "Slats".

Die F-4F waren die letzten der 5.068 in den USA serienmäßig gefertigten Phantom II.

Der Erstflug der F-4F fand am 18.05.1973 statt, immerhin 15 Jahre nach dem Erstflug der F-4A im Jahre 1958. Der Beschaffung der Flugzeuge lag ein Kooperationsvertrag zwischen McDonnell (USA) und den deutschen Partnern MBB, Domier und VFW zugrunde. Danach wurden zur Kompensation der Beschaffung in den USA Großbauteile für insgesamt 500 F 4 in Deutschland gefertigt und nach den USA geliefert. Die Umrüstung von F 104 G auf F-4F begann beim Jagdgeschwader 71 "Richthofen" im März 1974. Inzwischen hat beimJG 73 in Laage die Umrüstung auf den EUROFIGHTER begonnen, das JG 72 "Westfalen" wurde am 15. Dezember 2005 aufgelöst, JG 74 und JG 71 werden mit der Umrüstung auf den EUROFIGHTER folgen. Voraussichtlich 2012 wird der Betrieb der F-4F in der Luftwaffe beendet werden.

reine Triebwerkswerte:

  • 3-stufige Turbine
  • Rohrbrennkammer
  • Einwellen-Einstromtriebwerk mit Nachbrenner
  • 17-stufiger Verdichter

Max. Schub mit Nachverbrennung 79,6 kN, Spez. Brennstoffverb. (Nachverbrennung) 55,7g/kN, Max. Schub ohne Nachverbrennung 52,8 kN, Spez. Brennstoffverbrauch (ohne Nachver- brennung) 23,7g/kNs, Luftdurchsatz (Start) 77 kg/s, Druckverhältnis (Start) 13,5:1, Drehzahl (100%) 7460 min-1, Turbineneintritts- temperatur 1.261 K, Max. Durchmesser 992 mm, Länge 5.301 mm, Gewicht 1.724 kg

Vorteile der F-4F Phantom II

  • Zweistrahliges 2-sitziges Kampfflugzeug
      in der Primärrolle Luftverteidigung mit
      Luftangriffsfähigkeit
  • Konventionelle Auslegung
  • Natürliche Stabilität
  • Hohe Zuladefähigkeit
  • Allwettertauglichkeit
  • Wartung und Betreuung:
        Dokumentation
        Ersatzteilversorgung
        Änderungsüberholung
        Lebensdauerverlängerung/KW
F-4 Phantom II

Ausrüstung und Geschichte:

Die Version wurde bereits 1976 im Bereich des Waffenrechners verbessert. Ab 1983 bzw. 1986 wurde eine Kampfwertsteigerung durchgeführt. 40 Luftfahrzeuge erhielten verbesserte Luftwertrechner und eine neue Inertialnavigationsanlage. 110 erhielten außerdem einen neuen Missionsrechner sowie ein modernes Feuerleitradar der US-Navy.

Bereits 1958 erhob sich die F-4 zu ihrem Erstflug beim Herstellerwerk McDonnell Douglas in St. Louis (USA) in die Luft. In der Folgezeit wurden über 5.000 Exemplare der zweisitzigen Phantom gebaut. Die Luftwaffe erhielt von 1973 bis 1975 insgesamt 175 F-4F zum Einsatz als Jäger und Jagdbomber. 110 Jäger wurden von 1991 bis 1996 kampfwertgesteigert und mit dem Hochleistungs-Bordradar Hughes AN/APG-65, der radargelenkten Luftkampfrakete mittlerer Reichweite AIM-120 AMRAAM und einem modernen Laser-Navigationssystem ausgerüstet. Ab dem Jahr 2002 wird die Phantom durch den Eurofighter abgelöst, doch voraussichtlich erst 2012 wird die letzte F-4F die Luftwaffe verlassen.

McDonnell Douglas F-4 Phantom II

Bordkanone M61 A1: (sechsläufiges Gatling-Prinzip) -- Quelle: Luftwaffenmuseum 

Kaliber

20 mm

Rohrlänge

1.524 mm

Anzahl d. Felder

9

Anzahl der Züge

9

Munition

20x102 mm

Kadenz

4000/6000

.

Schuss/min.

Geschwindigk.

1.055 m/sec.

Zündung

elektr. 250-400 V

.

(Gleichstrom)

Drall

zunehmender (progressiver)

.

Rechtsdrall

Mehrläufige Kanonen bieten zwei große Vorteile, nämlich zum einen eine hohe Feuerrate und zum anderen eine längere Lauflebensdauer. Während sich die 6 Läufe drehen, passieren sie die verschiedenen Stationen des Feuerablaufs. Jeder Lauf wird in der oberen Position abgefeuert, danach wird die Hülse ausgestoßen und der Lauf neu geladen. Daraus resultiert, dass sich die Feuerrate mit der Anzahl der Läufe multipliziert. Durch die hohe Feuerrate erhöht sich aber nicht der Verschleiß, da jeder Lauf nur 1/6 der Feuerrate abgibt. Innerhalb der grossen Trommel sind die Projektile mit den Spitzen zur Mitte hin wie in einer riesigen Schraube angeordnet (gewickelt), die sie zum Fördergurt und schließlich zur Kanone bewegt. Danach werden die leeren Hülsen zurück in die Trommel befördert.

Bordkanone M61 A1 Bordkanone M61 A1

 

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