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Entstehungsgeschichte und Verwendung:
Der im Jahr 1932 geschaffene Mehrzweckdoppeldecker „Seagull V' war eine private Entwicklung der Firma Supermarine. Die katapultfähige Maschine nahm am 21. Juni 1933 die Flugerprobung auf. Für Australiens Luftstreitkräfte baute man 26 dieser Amphibienflugzeuge. Die Marine Großbritanniens interessierte sich für die „Seagull V", da sie sich sowohl als Bordflugzeug von Kreuzern, Schlachtschiffen und Flugzeugträgern aus zur Nahaufklärung, Artilleriebeobachtung, U-Boot-Abwehr und für Verbindungsflüge als auch von Land her (z. B. zur Seenotrettung) verwenden ließ.

Als die Marine das Flugboot 1935 übernahm, erhielt es die Bezeichnung „Walrus I". Insgesamt wurden von Supermarine 281 und von Firma “Saro” 270 Maschinen dieses Typs gebaut. Sie hatten einen Ganzmetallrumpf und Stützschwimmer aus Metall. Als Antrieb diente ein Bristol „Pegasus II L 2” mit 440 kW oder „Pegasus M 2" mit 465 kW. Die teilweise mit Bordradar versehenen Maschinen sind nicht nur von den britischen Seefliegern, sondern auch von den Luftstreitkräften geflogen worden.
Irland und Neuseeland erhielten je eine „Walrus II”. In den Jahren 1940/41 übernahm die Firma Saunders Roe (Saro) die Produktion. Bis 1944 verließen weitere 183 dieser plump und altmodisch aussehenden Doppeldecker. Verwendet wurden diese als „Walrus II" bezeichneten Maschinen vor allem für Seenotaufgaben. Rumpf und Stützschwimmer bestanden hier aus Holz, als Antrieb fand ein „Pegasus VI” mit 775 Ps Verwendung.
Nach dem Krieg wurden zahlreiche „Walrus" an Argentinien, Australien und die Türkei verkauft. Nach dem Prinzip der „Walrus" schuf die Firma 1938 das Amphibienflugzeug „Sea Otter", das jedoch nicht die Bedeutung des Vorgängermusters erlangte.
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