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H o m e p a g e  v o n  W o l f g a n g  B r e d o w  (Berlin-Spandau)

AH-64D Apache Longbow: Angriffs- und Panzerabwehrhubschrauber der USA

AH-64D Apache Longbow

Technische Daten: 

AH-64 A Apache
(ILA 2002)

Hersteller

McDonnel Douglas (jetzt Boeing)

Besatzung

2

Antrieb

2 x General Electric T700-GE-701

optional

2 x General Electric T700-GE-C701

Art

Wellenturbinen

Leistung

2 x 1.800 Ps

max.Geschwindigk.

ca. 350 km/h

Reisegeschwindigk.

ca. 270 km/h

Reichweite

ca. 500 km, je nach Beladung

Überführung

ca. 1.800 km mit Außentanks

Dienstgipfelhöhe

6.250 m

Einsatzzeit

ca. 3,0 h

Steigrate auf NN

ca. 950 m/min.

vertikale Steigrate

ca. 760 m/min.

G-Belastung

+ 3,5 / - 0,5

Abmessung

.

Länge über alles

17,73 m

Länge Rumpf

15,47

Höhe insg

4,05 m (mit Spitze)

Höhe des Rotors

3,59 m (ohne Spitze)

Höhe des Hecks

3,55 m (ohne Heckrotor)

Breite incl. Ausleger

5,23 m mit Stummelflügel

Hauptrotor, Durchm.

14,63 m

Hauptrotor, Fläche

168,10 m²

Heckrotor, Durchm.

3,55 m

Heckrotor, Fläche

6,13 m²

Massen

.

Leergewicht

5.160 kg

Startgewicht

ca. 9.500 kg

Treibstoffgewicht

1.110 kg intern

Außentanks

2.710 kg

Zielerfassung

Laserverfolgungsgerät

.

Bildschirm

.

Automatische Zielverfolgung

.

Infrarotsicht

.

Videorecorder

Bewaffnung

16 Panzerabwehrraketen

.

4 Stinger Luft-Luft Raketen

.

30 mm Bordkanone

.

      mit 1.200 Schuß

Apache Longbow

Beschreibung:

Der AH-64 Apache ist wohl der bekannteste Kampfhubschrauber der Welt. Ursprünglich wurde er von der Firma Hughes entwickelt und hieß “Hughes 77”. Er hatte sich bei einer Ausschreibung der US Army für einen fortgeschrittenen Kampfhubschrauber nach dem Vietnam-Krieg durchgesetzt. Der erste Prototyp (YAH 64) absolvierte seinen Erstflug 1975. In 1985 wurde Hughes von McDonnell Douglas übernommen und der Hughes 77 erhielt von nun an die Bezeichnung AH-64 Apache. Heute gehört McDonnell Douglas wiederum zu Boeing. AH-64 Apache

Berühmt wurde der Apache durch seinen Einsatz im Golfkrieg, wo er über 270 Panzer zerstörte. Im Irak wurden lediglich 6 Apache zerstört.

Der zweisitzige Apache ist eine hypermoderne Maschine, die ihrer Besatzung im Hinblick auf elektronische Gegenmaßnahmen oder Panzerung maximalen Schutz bietet. Weil dieser Hubschrauber überraschend aus der Deckung kommend bei Nacht angreift, ist die Maschine vorab vom Feind weder zu hören, noch zu sehen. Selbst die z.T. langen Anflüge bleiben vom Feind unerkannt, da der Hubschrauber immer unterhalb des Radars, dicht über dem Boden fliegt. Er kommt quasi aus dem Nichts.

Ferner wird der “Apache” mit einer speziellen Tarnfarbe gestrichen, die in der Lage ist, feindliches Radar zu absorbieren, anstatt zu reflektieren.

Damit er im Gefecht nicht so leicht von feindlichen Raketen getroffen werden kann, wird die ausgestoßene Abgaswärme der Turbinen auf eine größere Fläche verteilt, bzw. in der Breite gefächert. Raketen, die durch Infrarot gesteuert auf Wärme reagieren, können ihr Ziel dadurch schwerer erfassen. 

Die gesamte Kraft des Apache liegt in seiner Nase und im Rüstungskontrollsystem TADS/PNVS. Dieses System besteht aus zwei Überwachungskameras mit Nachtsichteigenschaften, die das Kampfgebiet beobachten, einer Laserzielbeobachtung und einem Laserentfernungsmesser. AH-64 Apache

Dazu wird am Helm ein vorklappbares Okular vor das Auge des Piloten gebracht. Danach schaut der Pilot nach vorne und drückt eine Taste zur Programmierung diese Kopfstellung. Anschließend arbeiten die an der Frontseite befindlichen optischen Geräte synchron mit den Kopfbewegungen des Piloten. Dies ist bei Nachteinsätzen von Relevanz, weil der Pilot die Umgebung absuchen kann, ohne die Nachtsichtgeräte manuell in Position bringen zu müssen. Die Optik folgt den Kopfbewegungen, bzw. Augen des Piloten automatisch. Gleichzeitig werden dem Piloten wichtige Flugdaten, wie Höhe, Geschwindigkeit und Zielerfassung direkt ins Auge gespiegelt, ohne das er die Fokussierung seiner Pupille ändern muss. Er schaut also immer auf das Zielobjekt und sieht trotzdem alle wichtigen Daten seines Helikopters gleichzeitig. Diese Fähigkeit ist Bestandteil des “Integrated Helmet and Display Sight System System” (IHADSS) und des “Target Acquisition and Designation System” (TADS). AH-64D Apache Longbow

Die Zielerfassung erfolgt mittels Doppler-Radar- Navigationssystem. Dabei kann der Pilot die Koordinaten beim Abschuß automatisch vom Computer bestimmen lassen oder von Dritten übernehmen, zum Beispiel von einem AWACS-Radarflugzeug oder von Bodentruppen.

Wenn er ein Ziel erfasst hat, drückt er auf den Auslöser und das Objekt wird im Sucher-Display automatisch fixiert, egal in welcher Position der Hubschrauber danach zum (z.B.) feindlichen Panzer steht. Das ist besonders bei beweglichen Zielen hilfreich. Er kann folglich sofort nach dem Abschuss abdrehen und Deckung suchen oder beim Geschehen verbleiben und den Kurs der Rakete manuell korrigieren. 

Die Bewaffnung:  (kann sehr unterschiedlich ausfallen)

Unter dem Plotensitz befindet sich eine bewegliche Kettenkanone. Der Apache kann ferner mit zwei Arten von Luft-Boden-Raketen bestückt werden. Das wären auf der einen Seite die AH-64D Apache Longbowlasergelenkten Panzerabwehrraketen vom Typ Hellfire und auf der anderen die ungelenkten Hydra-Raketen. Auch die Stinger-Raketen werden verwendet. Auch wenn der Apache nicht für Luft-Luft-Gefechte vorgesehen ist, kann er mit Infrarot gelenkten Luft-Luft-Raketen vom Typ Stinger bewaffnet werden.      

30-mm-Kettenkanone: Jeder Apache besitzt eine Kettenkanone vom Kaliber 30-mm (Typ Hughes XM 230) mit 1.200 Schuss, die unter dem Hubschrauber beweglich montiert ist. Sie ist eine 1-läufige, elektrisch angetriebene Kanone und verwendet einen Drehbolzenmechanismus, der von einem doppelten geschlossenen Kettenantrieb angetrieben

Hughes XM 230

.

Kaliber

30 mm

Läufe

1

Länge

1,68 m

Gewicht

57 kg

Schussfrequenz

625 +/- 25 pro Min.

Geschwindigkeit

790 m/s an Mündung

wird. Ferner sind 2 Rückstoßdämpfer vorhanden. Die Kanone wird hydraulisch bewegt. Die Anvisierung geschieht über das “Integrated Helmet and Display Sight System” (IHADSS) oder das “Target Acquisition and Designation System” (TADS). Das Feuerleitsystem stabilisiert automatisch die Kanonenaufhängung, berechnet den nötigen Vorhalt und kompensiert die Geschoßbahn.

Hellfire-Raketen: Die 16 lasergelenkten, an den Seiten angebrachten Hellfire-Raketen können im Block bis zu 20 Grad noch oben und unten bewegt werden. Sie fliegen nach dem Abschuss nicht direkt auf das Apache AH-64A, Boeing Ziel los, sondern vorerst in etwa 45-Grad-Stellung nach oben, um den feindlichen Panzer von oben kommend an der weichsten, bzw. ungepanzerten Stelle zu treffen. Im getroffenen Panzer wird bei der Explosion geschmolzenes Blei freigesetzt.

Das Steuerungssystem verwendet einen semi-aktiven Lasersucher (SAL) und einen analogen Autopilot. SAL-Raketen fliegen auf einen vom Ziel reflektierten Laserstrahl zu, der entweder vom Hubschrauber selbst (Normalfall) gesendet wird oder sogar von einer anderen externen Plattform, die mehrere Kilometer entfernt sein kann - z.B. von einem befreundeten Panzer oder Aufklärungsflugzeug. 

Hellfire-Rakete

.

Typ

Mehrzweckrakete Lasersucher

Gefechtskopf

Hochbrisanz-Hohlladung

Länge

1,626 m

Durchmesser

0,178 m

Spannweite

0,33 m

Startgewicht

45,7 kg

Reichweite

1500-8000 m

Geschwindigkeit

Mach 1,4

Bei der Entwicklung der Waffe war die Vorgabe der Militärs, dass auch bewegliche Ziele getroffen werden können. Dies bedeutete, dass die Hellfire eine Manövrierbarkeit erhalten musste, wie man sie normalerweise eher bei Flugabwehrwaffen antraf, als bei Panzerabwehrraketen. Gleichzeitig wurde gefordert, dass der Sprengkopf gegen alle Panzerungen wirksam sein sollte. Die Hellfire kann fast alle taktischen Punktziele zerstören - von manövrierenden Hubschraubern über Panzer bis hin zu Gebäuden. Sogar bewaffnete Schnellboote oder Truppentransporter können versenkt werden. 

Stinger-Rakete

.

Länge

1,52 m

Durchmesser

70 mm

Spannweite

0,14 m

Startgewicht

16 kg

Gefechtskopf

3 kg Hochbrisanz-Splittersprengkopf

Zielsteuerung

IR/UV evtl. mit passivem Radar-Sucher

Antrieb

Feststoff

Reichweite

3 km

Stinger-Raketen: Die Stinger-Raketen werden an den äußeren Enden der Stummelflügel befestigt. Sie ist eine infrarotgelenkte Kurzstreckenrakete, die von einem Feststoff-Raketenmotor angetrieben wird und über einen Splittersprengkopf verfügt. Im Gegensatz zur frei hängenden Hellfire ist die Stinger in einem Abschussrohr gelagert.

Die Urversion stammt zwar von 1980, jedoch begann die Entwicklung des eigentlichen Luft-Luft-Raketensystem erst 1984. Das Air-To-Air Stinger (ATAS) Programm bietet eine zielempfindliche, leichte IR-Rakete zum Einsatz aus kurzen Entfernungen gegen tieffliegende Flugzeuge und Hubschrauber. Die Rakete kann aber auch gegen Bodenradar eingesetzt werden.

Übrigens: Als Boden-Luft-Raketen amerikanischer Bauart werden Stinger auch von der Schulter abgefeuert und können einen niedrig fliegenden Kampfjet oder einen Hubschrauber zum Absturz bringen. Amerikanische Piloten fürchteten diese Raketen in Afghanistan, weil sie früher von den USA dorthin zum Kampf gegen die UdSSR geliefert wurden. Auch Befürchtungen, dass diese Varianten von Terroristen zum Abschuss von Verkehrsflugzeugen genutzt werden, sind real.  

HYDRA-Rakete

 

Länge

1,06 m (abzügl. Gefechtskopf)

Durchmesser

70 mm

Spannweite

186 mm

Startgewicht

6,2 kg (minus Gefechtskopf)

Gefechtskopf

meistens 4,5-kg-Klasse