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Beschreibung:
Der AH-64 Apache ist wohl der bekannteste Kampfhubschrauber der Welt. Ursprünglich wurde er von der Firma Hughes entwickelt und hieß “Hughes 77”. Er hatte sich bei einer Ausschreibung der US Army für einen fortgeschrittenen Kampfhubschrauber nach dem Vietnam-Krieg durchgesetzt. Der erste Prototyp (YAH 64) absolvierte seinen Erstflug 1975. In 1985 wurde Hughes von McDonnell Douglas übernommen und der Hughes 77 erhielt von nun an die Bezeichnung AH-64 Apache. Heute gehört McDonnell Douglas wiederum zu Boeing.
Berühmt wurde der Apache durch seinen Einsatz im Golfkrieg, wo er über 270 Panzer zerstörte. Im Irak wurden lediglich 6 Apache zerstört.
Der zweisitzige Apache ist eine hypermoderne Maschine, die ihrer Besatzung im Hinblick auf elektronische Gegenmaßnahmen oder Panzerung maximalen Schutz bietet. Weil dieser Hubschrauber überraschend aus der Deckung kommend bei Nacht angreift, ist die Maschine vorab vom Feind weder zu hören, noch zu sehen. Selbst die z.T. langen Anflüge bleiben vom Feind unerkannt, da der Hubschrauber immer unterhalb des Radars, dicht über dem Boden fliegt. Er kommt quasi aus dem Nichts.
Ferner wird der “Apache” mit einer speziellen Tarnfarbe gestrichen, die in der Lage ist, feindliches Radar zu absorbieren, anstatt zu reflektieren.
Damit er im Gefecht nicht so leicht von feindlichen Raketen getroffen werden kann, wird die ausgestoßene Abgaswärme der Turbinen auf eine größere Fläche verteilt, bzw. in der Breite gefächert. Raketen, die durch Infrarot gesteuert auf Wärme reagieren, können ihr Ziel dadurch schwerer erfassen.
Die gesamte Kraft des Apache liegt in seiner Nase und im Rüstungskontrollsystem TADS/PNVS. Dieses System besteht aus zwei Überwachungskameras mit Nachtsichteigenschaften, die das Kampfgebiet beobachten, einer Laserzielbeobachtung und einem Laserentfernungsmesser.

Dazu wird am Helm ein vorklappbares Okular vor das Auge des Piloten gebracht. Danach schaut der Pilot nach vorne und drückt eine Taste zur Programmierung diese Kopfstellung. Anschließend arbeiten die an der Frontseite befindlichen optischen Geräte synchron mit den Kopfbewegungen des Piloten. Dies ist bei Nachteinsätzen von Relevanz, weil der Pilot die Umgebung absuchen kann, ohne die Nachtsichtgeräte manuell in Position bringen zu müssen. Die Optik folgt den Kopfbewegungen, bzw. Augen des Piloten automatisch. Gleichzeitig werden dem Piloten wichtige Flugdaten, wie Höhe, Geschwindigkeit und Zielerfassung direkt ins Auge gespiegelt, ohne das er die Fokussierung seiner Pupille ändern muss. Er schaut also immer auf das Zielobjekt und sieht trotzdem alle wichtigen Daten seines Helikopters gleichzeitig. Diese Fähigkeit ist Bestandteil des “Integrated Helmet and Display Sight System System” (IHADSS) und des “Target Acquisition and Designation System” (TADS).

Die Zielerfassung erfolgt mittels Doppler-Radar- Navigationssystem. Dabei kann der Pilot die Koordinaten beim Abschuß automatisch vom Computer bestimmen lassen oder von Dritten übernehmen, zum Beispiel von einem AWACS-Radarflugzeug oder von Bodentruppen.
Wenn er ein Ziel erfasst hat, drückt er auf den Auslöser und das Objekt wird im Sucher-Display automatisch fixiert, egal in welcher Position der Hubschrauber danach zum (z.B.) feindlichen Panzer steht. Das ist besonders bei beweglichen Zielen hilfreich. Er kann folglich sofort nach dem Abschuss abdrehen und Deckung suchen oder beim Geschehen verbleiben und den Kurs der Rakete manuell korrigieren.
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